5 Tipps um mit Storytelling ein unverwechselbares Foto zu gestalten

1. Setzt Euch intensiv mit dem eurem Produkt auseinander

Als Basis zum Erzählen einer guten Story braucht ihr ein Thema/Produkt und einen Grund die Geschichte zu erzählen. Was möchtet ihr mit dem Foto erreichen? Soll das Foto Aufmerksamkeit generieren und damit auf das Produkt hinweisen? Soll das Foto das Produkt erklären? Soll das Foto unterstützend in einer Kampagne verwendet werden?

Der Grund zum Erstellen des Fotos sollte sauber herausgearbeitet werden. Das Foto sollte unverwechselbar werden. Deshalb sollte es sich auf eine wichtige Verbindung von Produkt und Zielgruppe beziehen.

Mir hilft es, wenn ich mir die Antworten anschließend als kleinen Film vorstelle.

2. Klärt die Rahmenbedingungen für das Shooting

Um zu wissen was für das Gestalten eines außergewöhnlichen Fotos möglich ist, braucht Ihr eine genaue Planung für das Shooting. Wie ist der zeitliche Ablauf des Shootings? Wieviel Zeit für das Shooting ist eingeplant? An welchen Orten und Locations findet das Shooting statt? Was befindet sich an spannenden Locations in der Nähe? Google Maps kann Euch für eine erste Sichtung helfen. Schaut Euch auf jeden Fall die Locations vorher an.

storytelling-blogartikel-7

3. Beachtet die Zutaten für eine gute Geschichte

Eine gute Geschichte wird erzählt wie ein Theaterstück. Es gibt eine Hauptperson, den sogenannten Helden und eventuell weitere Mitspieler. Eine Geschichte hat außerdem immer einen Konflikt der im Laufe der Geschichte aufgelöst wird.
Meine Beispielsgeschichte habe ich für ein Hochzeitsshooting letzten Sommer entwickelt und umgesetzt. Der Konflikt für das Brautpaar ist das fehlende Foto am Meer, das sich das Brautpaar so gewünscht hat. Helden der Geschichte sind die Trauzeugen. Sie haben das Meer zum Brautpaar gebracht und somit den Konflikt gelöst.

Eine gute Geschichte ist so außergewöhnlich, dass sie weitererzählt wird. Die Szenerie mit einem Riesenbanner mit Meeresmotiv im Schlosspark von Oldenburg aus der Perspektive eines Fotosets aufgenommen ist außergewöhnlich und erregt Aufmerksamkeit.

4. Erzählt Euch die Geschichte wie ein Märchen

Am einfachsten könnt Ihr eine Geschichte erzählen wie ein Märchen. Das sieht dann wie folgt aus: 1. Es war einmal….(Vorstellung der Mitwirkenden), 2. Jeden Tag….(Beschreibung der gewohnten Welt), 3. Aber eines Tages…(plötzliches Ereignis/Konflikt), 4. Daraufhin….(auseinandersetzen mit Konflikt), 5. Und dann….(Reise des Helden), 6. Bis schlussendlich…(Auflösen des Konflikts).
Die Geschichte zum Brautpaar-Shooting sieht folgendermaßen aus:
„Es war einmal ein junges Brautpaar, das sich im wunderschönen Kaisersaal in der Stadt Oldenburg trauen lassen wollte. Die Vorbereitungen auf den einmaligen Tag liefen auf Hochtouren. Plötzlich bemerkten beide schmerzlich, dass sie von ihrer gemeinsamen großen Leidenschaft dem Meer für das besondere Brautpaarfoto zu weit entfernt waren. Wie sie den Zeitplan des Hochzeitstages auch drehten und wendeten, sie fanden zeitlich keine Möglichkeit für ihr entscheidendes Brautpaarfoto ans Meer zu fahren. Das Brautpaar gab enttäuscht auf und fand sich mit der Vorstellung eines „normalen“ Hochzeitsfotos ab. Die Trauzeugen des Brautpaares hingegen gaben sich nicht geschlagen. Nachdem sie lange Zeit hin und her überlegten kam ihnen eine Idee. Sie heckten einen Plan aus der noch für eine große Überraschung sorgen sollte. Nach der Trauung wurde das Brautpaar in den nahegelegenen Schlossgarten von Oldenburg entführt. Dort angekommen traute das Brautpaar seinen Augen nicht. Mitten im Park stand an einem Baugerüst befestigt ein riesengroßes Banner auf dem das so sehnsüchtig gewünschte Meer zu sehen war. Das Brautpaar wurde von den Trauzeugen vor das riesige Meeresmotiv gestellt. Es entstand ein wunderschönes Foto, das das Brautpaar überglücklich machte.“

storytelling-blogartikel-65

 

5. Denkt in Mustern

Geschichten greifen auf gelernte Muster aus der Kindheit zurück und vereinfachen damit die Aufnahme, Verarbeitung und Speicherung von Informationen im Gehirn. Ein Foto hat die zusätzliche Herausforderung, dass nur ein bestimmter Moment abgebildet wird, der aber schlüssig die Geschichte erzählen soll. Hierbei hilft es bekannte und gelernte Muster zu verwenden. Damit ist die Wiedererkennung und Merkfähigkeit gesichert.
Muster sind z.B. Archetypen (Held, rettender Engel), Mythen und Urgeschichten (Kampf David gegen Goliath, Robin Hood), Rollen (Freund, Partner, Entdecker), Skripte und Verhaltensabläufe, (zerschneiden Band zur Eröffnung), symbolische Handlungen (Blutsbrüderschaft, rote Karte beim Fußball), Riten und Bräuche (Feiern von Siegen).
Versucht über die Verwendung von Mustern das Foto einfacher erklärbar und merkfähiger zu machen.
Weiteres Beispiel gefunden bei https://www.facebook.com/al.sol3

bildschirmfoto-2017-01-27-um-10-07-32

 


Ich bin Oliver Melchert und seit Januar 2015 Geschäftsführender Gesellschafter bei BTE Tourismus- und Regionalberatung. Bevor ich mich als gebürtiger Berliner auf die Reise in Norden machte habe ich Betriebswirtschaft an der FU Berlin studiert. Seit meiner geschäftsführenden Tätigkeit für die Dachmarke Nordsee zwischen 2007 und 2014 bin ich fasziniert von den Fähigkeiten und den Einsatzmöglichkeiten von Storytelling in der Vermarktung. Meine Arbeit bei der Nordsee GmbH führte zu einigen Preisen, unter anderem wurde ich für das Storytelling-Projekt WattWiki mit dem PR-Report-Award 2013 in der Kategorie Corporate Media ausgezeichnet. Besonders interessiert mich wie man Storytelling in der Kommunikation und Produktentwicklung erfolgreich einsetzen kann.

Advertisements

Wie das eigene WARUM zu mehr Kunden führt

Kunden sind davon inspiriert warum Unternehmen etwas tun

Wie mache ich meine Firma und meine Produkte beim Kunden begehrlicher? Was bringt meine Kunden dazu mein Produkt und nicht das Konkurrenzprodukt zu kaufen? Kunden sind davon inspiriert WARUM Unternehmen etwas tun und nicht WAS sich tun und WIE sie es tun.

Der Golden Circle von Simon Sinek

Das ist die Basis von Simon Sineks weltbekannter Rede in der er den Golden Circle präsentiert, den viele von ihnen bestimmt längst kennen. Dieser Circle führt zum Kern erfolgreichem Unternehmertums. Es geht um das Selbstverständnis des Unternehmens und der Außendarstellung um das WARUM. Damit verbunden steht die Frage was sie antreibt, welche Leidenschaft sie bewegt und was sie für ihre Kunden erreichen möchten. Warum tun sie das, was sie tun? Warum ist ihre Firma da? Was ist der Existenzgrund?

bildschirmfoto-2017-01-26-um-08-31-36

Das WARUM kann sich aus der Geschichte der Unternehmung ableiten oder kann mit dem Gründer verwurzelt sein. Eine Fragestellung für das Ergründen der Vision des Unternehmens, die sehr hilfreich ist, kann lauten:

Wie kann ich helfen die Welt für meine Kunden besser zu machen?

Anhand von Beispielen ist es vielleicht am besten zu verstehen wie das WARUM herausgearbeitet werden kann. Die Beispiele zeigen, dass die Frage auf vielen Ebenen beantwortet werden kann. Entscheidend ist, dass die Geschichten, die das Unternehmen erzählt, immer wieder diesen Kern aufgreifen.

Die besten Beispiele zur Verdeutlichung des WARUM

 1. Apple: „Everything we do, we believe in challenging the status quo. We believe in thinking differently … And we happen to make great computers. They’re user friendly, beautifully designed, and easy to use“ Apple startet sein Handeln und tun mit dem WARUM. Es ist die treibende Kraft hinter dem unternehmerischen Handeln und hinter dem Marketing. Das eigene Handeln kann mit vielen “echten” Geschichten z.B. über Werdegang und Verhalten von Steve Jobs erzählt werden.
2. IKEA: „To create a better everyday life for the many people.“ Zwar könnte man hier IKEA unterstellen, nur ein gut klingendes Statement kreiert zu haben um sich ein nettes Image zu verschaffen. Doch jeder der IKEA kennt merkt, dass hier doch etwas dran ist.
3. Starbucks: “To inspire and nurture the human spirit – one person, one cup and one neighborhood at a time” Den Gründer von Starbucks hat von Beginn an die Leidenschaft getrieben einen Ort zu schaffen an dem sich Menschen treffen und wohlfühlen. Die Qualität der Produkte stand nicht, wie bei anderen Coffee-Shops,  im Fokus.

bildschirmfoto-2017-01-26-um-08-37-20

Das Warum eines Unternehmens:

1. gibt Kunden ein gutes Gefühl, inspiriert sie und vereinfacht Kaufentscheidungen

2. gibt Kunden den Grund dafür sich für ein Produkt entschieden zu haben

3. setzt das eigene Angebot von der Konkurrenz ab und macht es einzigartig

4. motiviert Mitarbeiter indem sie Teil von etwas Besonderem werden


Ich bin Oliver Melchert und seit Januar 2015 Geschäftsführender Gesellschafter bei BTE Tourismus- und Regionalberatung. Bevor ich mich als gebürtiger Berliner auf die Reise in Norden machte habe ich Betriebswirtschaft an der FU Berlin studiert. Seit meiner geschäftsführenden Tätigkeit für die Dachmarke Nordsee zwischen 2007 und 2014 bin ich fasziniert von den Fähigkeiten und den Einsatzmöglichkeiten von Storytelling in der Vermarktung. Meine Arbeit bei der Nordsee GmbH führte zu einigen Preisen, unter anderem wurde ich für das Storytelling-Projekt WattWiki mit dem PR-Report-Award 2013 in der Kategorie Corporate Media ausgezeichnet. Besonders interessiert mich wie man Storytelling in der Kommunikation und Produktentwicklung erfolgreich einsetzen kann.