Reisebuch Kroatien Teil 2: Queen Elizabeth spontan zu Besuch in Split

In Split kommen wir mitten in der Altstadt an einer amerikanischen Reisegruppe vorbei und hören den Guide: “ Leute, hier aus dieser Stadt kommen die schönsten Frauen der Welt und die größten Männer und besten Basketballer Europas. Ihr kennt alle Toni Kukoc und Drazen Petrovic aus der NBA. Ja, die kommen genau hierher!“ Ich bin mir sicher, hätte Marilyn Monroe auch nur einen Tag in Split zum Shoppen verbracht, der Guide hätte daraus eine Geschichte gemacht. Dabei hat Die Altstadt von Split echt mehr zu bieten. Der weltberühmte Diokletianpalast und das moderne Leben in seinen Grundmauern in den Cafés, Bars und Shops ist sehenswert. Die Wege im Innern der Stadtmauer sind auch in der Nebensaison nervig voll mit Touristen, dass man kaum treten kann. So machen wir uns nach einem halben Tag Sight-Seeing in Split auf zum Hafen, um am Abend mit dem Schnellboot auf die Insel Korcula zufahren. Als kleines Abschiedsgeschenk so nebenbei hat die Queen Elizabeth neben dem Pier unserer kleinen Fähre als beeindruckende Kulisse angelegt. 

Tipp: beim Sight-Seeing ab und zu den Menschenmassen entfliehen und in den stufigen Nebengassen in kleinen Cafés und Bars chillen oder an der Uferpromenade erholen. 

           

     

Reisebuch Kroatien Teil 1: Ein Welterbe in Feierlaune und der beste Barkeeper der Welt

Kurzer Flug, kurze Taxifahrt und schon sind wir hier in Trogir. Diese Stadt neben Split liegt wie auf einer kleinen Insel. Als Schutz haben die Einwohner zum Festland hin einen Wassergraben gezogen. Nur über Brücken wird der Ort erreicht. Und der hat es wirklich in sich. Wir laufen durch Kleine verwinkelte Gassen mit alten Gemäuern. Sofort sind wir hier in der Zeit um Jahrhunderte zurückversetzt. Gefühlt führt jede größere Gasse Richtung Wasser. Und dort stehen die Yachten aneinandergereiht direkt an der Uferpromenade gegenüber den Cafés, Bars und Restaurants. Das wirklich besondere Welterbe-Erlebnis hatten wir dann am Abend. In historischer Kulisse unter freiem Himmel im Mittelpunkt von Trogir neben der Kathedrale feiert der ganze Ort zu Livemusik und Tanz. Wahnsinns Gefühl dort zu Billie Jean zu tanzen wo sich früher auch die Römer herumtrieben oder Barkeeper bei ihrer akrobatischen Coctail-Mix-Show zu beobachten. 

Tipp: Wohnen mittendrin und sehr freundlich – Privatzimmer Ivica, Essen romantisch unter Weinblätterdach im Restaurant Trs

    

       
 
 

Die Fotos sind aufgenommen mit der Kombination Olymus Om-D EM5 und dem Leica Summilux 25mm/1.4 und dem IPhone 6.

Der Lichtzauber von Andalusien

Endlich wieder fotografieren! Endlich wieder Sonne! Endlich wieder Andalusien! Vor drei Jahren waren wir das letzte Mal genau hier, in Conil de la Frontera an diesem wunderschönen Strand. Und das Besondere hier ist das Licht, ist dieser Lichtzauber, sind diese Traumfarben zum Sonnenuntergang. Im Vergleich zu unserer Andalusien-Rundreise vor drei Jahren haben wir wirklich nicht viel gemacht außer es uns in einem wunderschönen Hotel an einem fantastischen Ort einfach gut gehen zu lassen. Nach Cadiz sind wir einmal gefahren und auch dieses Mal hatten wir verdammt viel Glück. Genau wie bei unserem letzten Besuch war die Innenstadt von Cadiz gefüllt mit Frauen in bunten Flamenco-Kleidern tanzend auf Plätzen und auf der Strasse. Eine Woche geht schnell vorbei. Was bleibt sind wieder einmal schöne Erinnerungen und begeisternde Fotos.

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© Oliver Melchert

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Männerspielzeug

Könnt ihr euch noch erinnern? Wie wir als Kinder stundenlang, tagelang, wochenlang mit Kränen gespielt haben. Alles was ging wurde am Seil des Schwenkarms befestigt, mit Präzision in die Luft gehoben und woanders wieder heruntergelassen. Ihr werdet es nicht glauben, aber es gibt Freunde von mir, die das heute noch tun.

Nur soviel: Dachgeschosswohnung, Terrasse, Stahlrohr an Hauswand befestigt, Schwenkarm mit Elektromotor-Winde drehbar über die Brüstung, Holzkiste für bis zu drei Kisten Bier an Seil befestigt = unbedingt haben wollen! Vor Kurzem gab es die Chance mit dem „Erwachsenenkran“ einen riesengroßen Haufen Brennholz zu heben. Die folgenden beiden starken Fotos sind beim „Spielen“ mit dem Kran entstanden.

Und wenn ihr euch fragt, wie die Fotos diesen „Matt“ Look bekommen – hier kommt die Anleitung für Photoshop.
1. Ebene / Neue Einstellungsebene / Schwarzweiß / Modus: weiches Licht
2. Tonwertkorrektur: zieht den Tiefenregler vom Tonwertumfang (Leiste mit Verlauf) in den hellen Bereich
3. Schwarzweißebene und Ebene für Tonwertkorrektur gleichzeitig markieren und die Deckkraft regulieren

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Bildbearbeitung im Urlaub auf dem iPad

Urlaubszeit ist IPad-Zeit. In drei Wochen im Jahr wird das IPad zum unverzichtbaren Begleiter beim speichern, bearbeiten und zeigen von Fotos. Ihr müsst nicht viel tragen und habt einen wirklich ausgezeichneten Bildschirm mit dabei.

Eure Fotos könnt Ihr direkt von der SD-Karte der Kamera über einen aufgesteckten Adapter von Apple übertragen. Die Fotos können auf dem iPad angesehen und bearbeitet werden. Der SD Kartenleser unterstützt Standard-Fotoformate, einschließlich JPEG und RAW, sowie SD und HD Videoformate wie H.264 und MPEG-4. Der Adapter kostet im Apple-Store 29,- Euro.

Zur Bearbeitung der Fotos als RAW- oder JPEG-Dateien gibt es eine Reihe verschiedener Apps. Meine Favoriten sind Snapseed und die Presets von VSCO, sowie Lightroom-Mobile (nur im Creativ-Cloud-Abo zu benutzen).

Snapseed
Snapseed zur Bildbearbeitung ist eine kostenfreie und leistungsfähige App mit erstaunlich guten und kreativen Presets. Die grundlegenden Tools zur Bildoptimierung sind vorhanden. Presets  wie z.B. „Drama“ oder HDR machen richtig Spass und helfen für eine erste Bearbeitung. Und das Beste: die App ist kostenlos! Doch seht selbst wie z.B. der Drama-Filter arbeitet:

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© Oliver Melchert

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VSCOcam
Mein Geheimtipp: VSCO-Presets auf dem iPad. Neben den beliebten Presets für Lightroom, haben die Jungs von VSCO auch eine schöne Kamerapp gebastelt. Die VSCOcam bietet manuelle Einstellmöglichkeiten und noch einiges mehr. VSCO bildet Analogfilme nach. Für Fans von Analog-Looks ist diese App ein absolutes „Muss“. Die einzelnen Preset-Pakete für den PC oder Mac kosten jeweils $119,-. Die App mit einer Grundausstattung an Filtern für das iPad ist kostenlos. Ihr könnt Euch verschiedene Pakete oder einzelne Presets zusätzlich downloaden. Das macht Sinn und kostet Euch nicht mehr als zusammen 10-15 Euro. Von S/W bis Farbanalog habt Ihr ein umfassendes Paket dabei. Und das zu einem vergleichbar sensationellen Preis! Hier ist der Beweis:

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© Oliver Melchert

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Lightroom Mobile
All diejenigen unter Euch, die das Creativ-Cloud-Paket mit Lightroom und Photoshop von Adobe abonnieren, können ebenfalls Lightroom Mobile (LM) nutzen. Endlich hat Adobe nun auch eine Verbindung zu iPad und iPhone geschaffen. Lange hat es gedauert. Legt Ihr in Lightroom Sammlungen an und markiert diese zum Übertragen in die Cloud, so holt sich Lightroom Mobile (LM) auf dem iPad die Sammlungen ab. Umgekehrt könnt Ihr Sammlungen auf dem iPad anlegen und die Fotos in der abgespeckten Lightroom Variante bearbeiten. Anschließend werden die bearbeiteten Fotos direkt in die Cloud geladen. Öffnet Ihr das nächste Mal Lightroom auf Eurem PC zu Hause werden die Fotos aus der Cloud auf den Rechner gesaugt. So könnt Ihr Fotos gleichzeitig auf PC, Tablet und Mobile zur Verfügung stellen. Im Urlaub bearbeitet Ihr in LM Eure Fotos. Zu Hause holt sich Lightroom automatisch die erstellten Sammlungen mit den in LM bearbeiteten Urlaubsfotos ab. Dauert etwas lange, klappt in der Regel aber gut. LM bietet eine Auswahl grundsätzlicher Bearbeitungsmöglichkeiten, die denen aus Lightroom ähneln. LM hat eine eingeschränkte Auswahl an Presets mit an Bord. Unschön ist hingegen, dass Ihr keine eigenen Presets verwenden könnt. Alles in Allem ist LM ein Tool um im Urlaub grundlegende Anpassungen vorzunehmen. Der Feinschliff erfolgt dann nach der Reise zu Hause am heimischen PC.

Einen sehr interessanten Artikel mit Tipps zu weiteren wertvollen Apps zur Bildbearbeitung auf dem iPad (IOS) und auch Android findet Ihr bei Paddy auf Neunzehn72.de.

Nikon 50 mm 1.4 G
 – Ein Objektiv fürs Leben

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© Oliver Melchert

Lieblingsinsel, Hochzeitsinsel und nun also auch Geburtstagsinsel. Wie es der Claim schon verdeutlicht, so zählt es auch für uns: „Langeoog – Insel fürs Leben“. Zu zweit sind wir also los, um meinen Geburtstag in Ruhe und Abgeschiedenheit auf der Insel zu feiern. Mit im Gepäck: mein Geburtstagsgeschenk – ein Objektiv – das Nikon 50mm 1.4 G.

Dieses Objektiv hat mich wirklich überrascht! Vielleicht auch deshalb, weil es viel im Netz kritisiert und immer wieder gegen das Nikon 50mm 1.8 G abgewertet wird. Stellt Euch vor Ihr kommt als Kind in eine neue Schulklasse. Ohne erkennbaren Grund und ohne Euch zu kennen, beginnen die anderen Euch zu hänseln und schlecht über Euch zu reden. Binnen kurzer Zeit und ohne zu wissen warum seid Ihr bei vielen in der Klasse unbeliebt. So oder so ähnlich muss es dem Nikon 50mm 1.4 G ergangen sein. Es mag sein, dass es nicht so knackscharf ist wie seine Konkurrenten. Es mag sein, dass es in den Labortests gegen die günstige Alternative abfällt oder sich nicht entscheidend absetzen kann. Aber es hat etwas, was ich zuvor bei keinem Objektiv wahrgenommen habe. Die Endergebnisse scheinen zu leben und eine Art Seele zu besitzen. Das klingt verrückt und ich weiß auch nicht wie ich es besser ausdrücken soll. Die Fotos besitzen die richtige Balance an Farbe, Schärfe und Tiefenschärfe, um mich bei der Gestaltung und emotionalen Aufladung des Fotos zu unterstützen. Wenn Fotografen davon reden ihre treuen Begleiter trotz Macken nicht gegen technisch bessere Objektive eintauschen zu wollen, verstehe ich das jetzt. Und so gesellt sich zur „Insel des Lebens“ nun auch ein „Objektiv fürs Lebens“ hinzu.

Und diese Fotos habe ich mit dem 50mm 1.4G auf Langeoog aufgenommen:

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