Mit Storytelling in der Fotografie unverwechselbare Bilder gestalten

Bisher habe ich die Methode Storytelling zur Entwicklung von Marken, der Gestaltung von Kampagnen und dem Aufwerten von  touristischen Produkten (Wanderweg, Stadtführung,…) verwendet. Der Einsatz von Storytelling In der Fotografie war für mich eigentlich nur eine Frage der Zeit. Als Hochzeitsfotograf bewundere ich seit langem die Hochzeitsportraits von Steffen Böttcher und Roberto Valenzuela. Ich frage mich, wie sie es schaffen diese außergewöhnlichen, persönlichen und intimen Momente zu erzeugen. Bei meinen eigenen Fotos bemerkte ich, dass ich oft ähnliche Posen verwendete. Meine Unzufriedenheit stieg, da ich es nicht schaffte die Brautpaare einzigartig und unverwechselbar in Szene zu setzen. Bei der Vorbereitung zu einem Hochzeitsshooting kam mir dann die Idee Storytelling einzusetzen und die besondere Geschichte des Brautpaares auf dem entscheidenden Foto des Brautpaarshootings zu erzählen. Das Ergebnis hat mich überwältigt und überzeugt. So freue ich mich, Euch in diesem Beitrag meinen eigenen Weg des Storytellings in der Hochzeitsfotografie anhand eines Beispiels zu zeigen. Die entscheidenden Punkte sind für Euch am Ende des Beitrages als Tipps zusammengefasst.

 

Die Hochzeit von Jenny und Adam

Das Beispiel erzählt die Geschichte der Hochzeit von Jenny und Adam. Einem mutigen Brautpaar, das sich darauf eingelassen hat das etwas „andere“ Brautpaarfoto zu machen. Es zeigt wie ich vorgegangen bin und wie wir gemeinsam das besondere Bild zu Ihrer Hochzeit gestaltet haben. Mein besonderer Dank gilt Daniel, der mir beim Bauen der Requisite und dem Aufbau am Hochzeitstag enorm geholfen hat.

 storytelling-blogartikel

 

Klärung der Rahmenbedingungen und Thema der Geschichte

Für den ersten Austausch habe ich mich mit Jenny zu einem telefonischen Vorgespräch verabredet. Dort konnte ich Informationen zum  Rahmen der Hochzeit abholen (Zeit, Ort, Ablauf, Gestaltung, Trauzeugen, Wünsche an den Fotografen…) und zu sich selbst interviewen. Was ich unbedingt zum Erzählen der Story als Basis brauchte waren verbindende Geschichten, Hobbys, gemeinsamen Vorlieben oder besondere Gegensätze. Nach dem Telefonat entstand ein erstes Bild zur Planung und Umsetzung des besonderen Fotos für die Hochzeit. Es wurde klar, dass die Hochzeit in der Innenstadt von Oldenburg stattfinden sollte und wir für das Paarshooting insgesamt unter einer Stunde zwischen Trauung und Feier inkl. Hin- und Rückfahrt Zeit hatten. Als mögliche Basis für die Geschichte stellte sich die verbindende Leidenschaft der beiden zum Meer heraus. Insgesamt nicht gerade viel, um eine Geschichte auf einem Foto darzustellen. Das Meer wurde schon häufig als Kulisse für Hochzeiten verwendet und genug Zeit für ein Shooting am Meer zwischen Trauung und Feier gab es nicht. Durch weiteres Nachfragen stellte sich kein weiteres verbindendes Thema für das Brautpaar heraus. Der Rahmen für das Foto stand: Innenstadt, weniger als eine Stunde Zeit für das Shooting und das verbindende Thema Meer.

 

Ideenfindung

Eine Geschichte besteht grundsätzlich aus einem zu lösenden Konflikt, einem Helden, einem Grund erzählt zu werden und aus Emotionen. Storys sollten so außergewöhnlich erzählt werden, dass Menschen sie gerne weitererzählen. Nach Betrachten der Grundstruktur für Geschichten wurde klar, dass der Konflikt doch eigentlich auf der Hand lag. Die Leidenschaft des Brautpaares zum Meer sollte erzählt werden. Wir hatten jedoch keine Chance das Meer in die Bildgestaltung live einzubeziehen. Dann kam mir die Idee! Wir lösen den Konflikt, indem wir einen Weg finden das Meer in die Innenstadt von Oldenburg zu bringen. Wir bilden das Meer ab, nutzen es als „künstlichen Hintergrund“ im Bild und schaffen den größtmöglichen Kontrast zum Umfeld. Als handelnde Personen neben dem Brautpaar kamen die Trauzeugen in Frage.

 

Die Geschichte

Die Geschichte ist somit erzählt: „Es war einmal ein junges Brautpaar, das sich im wunderschönen Kaisersaal in der Stadt Oldenburg trauen lassen wollte. Die Vorbereitungen auf den einmaligen Tag liefen auf Hochtouren als beide plötzlich schmerzlich merkten, dass sie von ihrer gemeinsamen großen Leidenschaft, dem Meer, für das besondere Brautpaarfoto zu weit entfernt waren. Wie sie den Zeitplan des Hochzeitstages auch drehten und wendeten, sie fanden zeitlich keine Möglichkeit für ihr entscheidendes Brautpaarfoto ans Meer zu fahren. Das Brautpaar gab auf und fand sich mit der Vorstellung eines „normalen“ Hochzeitsfotos ab. Die Trauzeugen des Brautpaares hingegen gaben sich nicht geschlagen. Nachdem sie lange Zeit hin und her überlegten kam ihnen die Idee zur Lösung. Sie heckten einen Plan aus der noch für eine große Überraschung sorgen sollte. Ohne ein Sterbenswörtchen zu verraten warteten sie bis nach der Trauung, um das Brautpaar in den nahegelegenen Schlossgarten von Oldenburg zu entführen. Dort angekommen traute das Brautpaar seinen Augen nicht. Mitten im Park stand an einem Gerüst befestigt ein riesengroßes Bild. Auf dem Bild war das so sehnsüchtig gewünschte Meer zu sehen. Die Trauzeugen stellten das Brautpaar vor das große Meeresmotiv und es entstand ein wunderschönes Foto, das das Brautpaar überglücklich machte.“

Der Traum

storytelling-blogartikel-3

Die Helden (Trauzeugen)

storytelling-blogartikel-6

 

Die Requisite

storytelling-blogartikel-7

Umsetzung und Inszenierung des Brautpaarfotos

Das Motiv stellt den Moment der Erzeugung des gewünschten Brautpaarfotos dar. Für das Setting wurde im nahegelegenen Schlossgarten von Oldenburg ein Gerüst aus Bauzaunelementen aufgebaut, das ein 3m x 3m großes bedrucktes und gespantes Banner aus LKW-Plane trug. Das Banner mit dem Meeresmotiv wurde perspektivisch mit einer Flucht in den Park aufgestellt. Die Dramaturgie des Fotos entsteht indem die Trauzeugen selber Teil des Hochzeitsbildes werden. Sie helfen bei der Entstehung des Fotos, indem der eine Trauzeuge das Banner hält und der andere Trauzeuge das Brautpaar vor dem Meeresmotiv ausleuchtet. Die Trauzeugen schaffen somit den Rahmen für das Foto. Trauzeugen haben im richtigen Leben die Aufgabe das Brautpaar in Krisensituationen zu stützen und ihnen zu helfen. Im Foto wird dies symbolisch dargestellt indem Sie sich um das perfekte Foto für das Brautpaar bemühen. Dieser Umstand verleiht dem Foto eine zusätzliche Kraft und steigert die Dramaturgie.

Das Ergebnis

storytelling-blogartikel-65

 

6 Tipps um mit Storytelling ein unverwechselbares Brautpaarfoto zu gestalten

1. Setzt Euch intensiv mit dem Brautpaar auseinander

Als Basis zum Erzählen einer guten Story braucht ihr ein Thema. Dieses kann z.B. ein besonderes Erlebnis des Brautpaares sein, das die Beziehung verdeutlicht. Auch gemeinsame Hobbys oder gemeinsame Vorlieben oder besondere Gegensätze bieten sich zum Erzählen einer Geschichte an. Damit das Foto später unverwechselbar wird sollte es sich auf eine wichtige Verbindung von Braut und Bräutigam beziehen. Um an den Kern der Beziehung zu gelangen braucht Ihr das Vertrauen von Braut und Bräutigam.  Stellt z.B. folgende Fragen: wo habt ihr euch kennengelernt? Was verbindet euch? Was magst du an ihm am meisten? Gibt es etwas, das er tut was dich auf die Palme bringt? Wie würdet ihr eure Beziehung beschreiben? … Hört genau zu und sammelt im ersten Schritt alle Antworten. Mir hilft es, wenn ich mir die Antworten anschließend als kleinen Film vorstelle.

 

2. Klärt die Rahmenbedingungen für die Hochzeit

Um zu wissen was geht und machbar ist für das Gestalten eines außergewöhnlichen Hochzeitsbildes braucht Ihr unbedingt die Eckdaten der Hochzeit. Es ist wichtig zu wissen wie der zeitliche Ablauf des Tages aussieht und wieviel Zeit für das Paarshooting eingeplant ist. An welchen Orten und Locations findet die Hochzeit statt, was befindet sich an spannenden Locations für das Brautpaarshooting in der Nähe? Google Maps kann Euch für eine erste Sichtung helfen. Schaut Euch auf jeden Fall die Locations vorher an und überlegt genau wo das Shooting stattfinden soll.

 

3. Beachtet die Zutaten für eine gute Geschichte

Eine gute Geschichte wird im Grunde genommen erzählt wie ein Theaterstück oder ein Hollywoodfilm. Es gibt eine Hauptperson, den sogenannten Helden und eventuell weitere Mitspieler. Eine Geschichte hat außerdem immer einen Konflikt der im Laufe der Geschichte aufgelöst wird. In meiner Beispielsgeschichte im oberen Teil des Beitrags ist der Konflikt für das Brautpaar, dass es kein Brautpaarfoto wie gewünscht am Meer geben wird. Helden der Geschichte sind die Trauzeugen, da sie das Meer auf das Brautpaarfoto bringen und somit den Konflikt lösen. Eine gute Geschichte besitzt Emotionen und ist so außergewöhnlich, dass sie weitererzählt wird. Die Szenerie mit einem Riesenbanner mit Meeresmotiv im Park in der Perspektive eines Fotosets aufgenommen ist außergewöhnlich und erregt Aufmerksamkeit.

 

4. Denkt in Mustern

Geschichten greifen auf gelernte Muster aus der Kindheit zurück und vereinfachen damit die Aufnahme, Verarbeitung und Speicherung von Informationen im Gehirn. Ein Foto hat die zusätzliche Herausforderung, dass nur ein bestimmter Moment abgebildet wird, der aber schlüssig die Geschichte erzählen soll. Hierbei hilft es bekannte und gelernte Muster zu verwenden, um die Wiedererkennung und Merkfähigkeit des Fotos zu erhöhen. Muster sind z.B. Archetypen (Held, rettender Engel), Mythen und Urgeschichten (Kampf David gegen Goliath, Robin Hood), Rollen (Freund, Partner, Entdecker), Skripte und Verhaltensabläufe, (zerschneiden Band zur Eröffnung), symbolische Handlungen (Blutsbrüderschaft, rote Karte beim Fußball), Riten und Bräuche (Feiern von Siegen). Versucht über die Verwendung von Mustern das Foto einfacher erklärbar und merkfähiger zu machen.

 

5. Erzählt Euch die Geschichte wie ein Märchen

Am einfachsten könnt Ihr eine Geschichte erzählen indem ihr im Aufbau eines Märchens erzählt. Das sieht dann wie folgt aus: 1. Es war einmal….(Vorstellung der Mitwirkenden), 2. Jeden Tag….(Beschreibung der gewohnten Welt), 3. Aber eines Tages…(plötzliches Ereignis/Konflikt), 4. Daraufhin….(auseinandersetzen mit Konflikt), 5. Und dann….(Reise des Helden), 6. Bis schlussendlich…(Auflösen des Konflikts).

 

6. Macht ein Probeshooting

Ein Probeshooting ist für das Erzählen einer Geschichte und die Inszenierung im Bild aus meiner Sicht unverzichtbar. In der knappen Zeit am Hochzeitstag sollte das Setting stehen und das Brautpaar genau wissen was es zu tun gibt. Das Brautpaar bekommt auf dem Probeshooting eine konkrete Vorstellung von der Idee und hat die Möglichkeit einzuwirken und eigene Ideen einzubringen.

 


Ich bin Oliver Melchert und seit Januar 2015 Geschäftsführender Gesellschafter bei BTE Tourismus- und Regionalberatung. Bevor ich mich als gebürtiger Berliner auf die Reise in Norden machte habe ich Betriebswirtschaft an der FU Berlin studiert. Seit meiner geschäftsführenden Tätigkeit für die Dachmarke Nordsee zwischen 2007 und 2014 bin ich fasziniert von den Fähigkeiten und den Einsatzmöglichkeiten von Storytelling in der Vermarktung. Meine Arbeit bei der Nordsee GmbH führte zu einigen Preisen, unter anderem wurde ich für das Storytelling-Projekt WattWiki mit dem PR-Report-Award 2013 in der Kategorie Corporate Media ausgezeichnet. Besonders interessiert mich wie man Storytelling in der Fotografie und Vermarktung erfolgreich einsetzen kann. Hochzeitsfotografie und Marketing sind meine große Leidenschaft.

Advertisements

5 Tipps zum Story Marketing – Was wir von der Meeresschildkröte Weasley für die Vermarktung lernen können

Eine gut inszenierte Geschichte besteht aus einer Heldenreise mit einem Spannungsbogen, der über einen zu lösenden Konflikt des Helden besteht. Am Anfang der Geschichte steht ein Grund weswegen die Geschichte erzählt wird. Je emotionaler und außergewöhnlicher eine Geschichte erzählt wird desto wahrscheinlicher ist die Verbreitung der Geschichte.

Die Story

Die folgende Geschichte habe ich selber im letzten Urlaub in Florida am Clearwater Beach erlebt. Sie hat mich so begeistert, dass ich lange noch daran gedacht habe und sie bis heute weitererzähle. Für mich steht die nun folgende Geschichte unter der Überschrift: wie ich aus wenig viel machen kann.

Eines Morgens im September liefen meine Frau und ich am Clearwater Beach dem Sonnenaufgang entgegen. Der Clearwater Beach ist einer der beliebtesten und schönsten Strände in den USA. Um 7 Uhr morgens war am Strand schon richtig was los. Was uns überraschte waren Aktivitäten direkt an der Wasserkante. Dort wurden in einer Länge von bestimmt 50m hüfthohe Absperrungen mit Sponsorenbannern behangen und in Form eines Zieleinlaufes direkt Richtung Wasser gebaut. Vor der Wasserkante stand zwischen den Absperrgittern ein 3m hoher Zieleinlauf mit großen Lautsprecherboxen. Das gesamte Setting war beeindruckend und fiel im morgendlichen Treiben am Strand enorm auf. Es handelte sich nicht wie gedacht um einen Triathlon Start/Ziel-Bereich sondern wie wir bei Nachfrage erfuhren um eine Aktionsfläche des Meeresaquariums von Clearwater Beach zum Freilassen von Meeresschildkröten. Mit hohen Erwartungen zum Beginn wiedergekehrt waren wir beeindruckt vom Besuch der vielen Menschen, die streng nach Anweisung am Rand der abgesperrten Freifläche Richtung Meer standen. Bestimmt 10 Mitarbeiter mit gebrandeten Polohemden bekleidet sorgten für Ordnung und für eine spannungsgeladene Atmosphere. Uns war nach dem Gespräch mit einem der Mitarbeiter klar: hier und jetzt wird etwas ganz Besonderes passieren. Als der CEO des Aquariums über Lautsprecher von den Heldentaten des Meeresaquariums berichtete und erzählte wie verletzte Tiere aufgenommen und gepflegt wurden stieg die Spannung auf das was folgen sollte. Es begann die Beschreibung eines dramatischen Lebens einer kleinen Meeresschildkröte namens Weasley, die im Aquarium von Clearwater Beach verletzt aufgenommen wurde und in ihrer turbulenten Zeit der Genesung bis zu diesem Tag lebte. Das Publikum starrte bereits gebannt auf den ankommenden Transporter. Die heroische Titelmelodie aus dem Film Jurassic Park setzte ein, als eine Mitarbeiterin des Aquariums begleitet von zwei Fotografen aus einer Kühlbox im Transporter die lebende Meeresschildkröte Weasley herausnahm, diese langsam zur Wasserkante trug und sie in die Freiheit entließ. Vor allem die Kinder schauten der Schildkröte noch längere Zeit ergriffen hinterher und winkten ihr nach.

img_1755

Weitererzählen im Kontext

Die Geschichte von Weasley der Meeresschildkröte wird auf der Homepage des Marine Aquarium weitererzählt. Einzelne Videos der Tiere zeigen die Stories von der Ankunft über den Heilungsprozess bis zum Freilassen. Es werden die persönlichen Betreuer der Tiere interviewt die fachlich genau erläutern wie behandelt und geholfen wurde. Vorträge im Aquarium für Besuchergruppen stellen ebenfalls den Heilungsprozess einzelner Tiere dar und erzählen die Lebensgeschichte bis zur Freilassung. Es wird auf der Homepage an verschiedenen Stellen auf Spendenmöglichkeiten hingewiesen. Man hat die Möglichkeit ein Einzelschicksal bis zur Genesung und Freilassung finanziell zu unterstützen, über einen Clubbeitrag dem Aquarium zur Seite zu stehen oder über direkte Adoptionen einzelner Delphine oder Meeresschildkröten regelmäßig von den Tieren zu erfahren.

img_1762

5 Tipps für die eigene Arbeit – Was wir vom Marine Aquarium Clearwater Beach und Weasley lernen können

  1. Zielgerichtet erzählen

Die Geschichte und die Hintergründe des Aquariums zeigen deutlich, dass das Erzählen von Geschichten nur Erfolg hat, wenn vorher konkret Ziele definiert werden. Im Fall des Aquariums ist das offensichtliche Ziel auf die Arbeit mit verletzten Tieren in der Öffentlichkeit hinzuweisen, um durch Spendengelder die Arbeit zu finanzieren. Die einzelnen Schicksale der Tiere werden einzeln dargestellt, um eine engere Bildung an die Tiere und das Aquarium aufzubauen. Der Held der Geschichten sind die Tiere selbst, das Aquarium mit seinen Mitarbeitern sind die Protagonisten der Story.

  1. Von Einzelschicksalen berichten

Storytelling kann uns dabei unterstützen Emotionalität aufzubauen und jede gute Geschichte lebt von den erzeugten Gefühlen. Das Darstellen von Einzelschicksalen wie Weasley vom hilflosen Gestrandeten in dramatischer Wendung hin zum vor Kraft strotzenden Freigelassenen, weckt unser Interesse deutlich stärker, weil wir uns in das Tier einfühlen und hineinversetzen können. Stellen Sie sich vor sie bewerben ein Hotel und erzählen nicht nur von den Vorzügen der Lage und Ausstattung. Sie erzählen vorrangig und persönlich die Geschichten Ihrer wertvollen Mitarbeiter und darüber was Sie dazu beitragen konnten, dass es Ihren Mitarbeitern besser geht als zuvor (hierzu kommen wir in einem separaten Blogbeitrag wobei ich die faszinierende Mitarbeiterführung und das Erzählen darüber der Hotelgruppe Upstalsboom für Sie beleuchten werde).

  1. Nicht kleckern sondern klotzen

Die Freilassung einer einzelnen Meeresschildkröte kann still und heimlich im Kreise von zwei Mitarbeitern und einem Pressevertreter ablaufen oder publikumswirksam, theatralisch und heroisch mit dem Aufbau eines nicht übersehbaren Zielbogens und Absperrungen inszeniert werden. Überlegen Sie sich im Rahmen Ihrer Marketingarbeit wie sie Meilensteine des Unternehmens inszenieren und was für ein Setting sie hierzu aufbauen, um die Darstellung der Story zu unterstützen.

  1. Stories in weiteren Kanälen nutzen

Erzählen Sie eine Geschichte z.B. über ein Live-Event, dokumentieren Sie das Event per Bild und Video und erzählen Sie die Geschichte auf Ihrer Homepage oder in den sozialen Medien weiter. Über die Genesung von Weasley wurde eine spannende Lebensdokumentation inkl. Interviews der Pfleger gedreht und abschließend von der Freilassung im Film berichtet.

  1. Stellen Sie den Chef ins Rampenlicht

Wir ticken nunmal so: der Geschäftsführer eines Unternehmens ist die Galionsfigur und kann die Wichtigkeit einer Aktion mit seiner Präsenz unterstreichen. Wenn er als Geschichtenerzähler auf einem Event voranläuft kann er die Glaubwürdigkeit der Aktion und die Wichtigkeit für das Unternehmen unterstreichen.

 


Ich bin Oliver Melchert und seit Januar 2015 Geschäftsführender Gesellschafter bei BTE Tourismus- und Regionalberatung. Bevor ich mich als gebürtiger Berliner auf die Reise in Norden machte habe ich Betriebswirtschaft an der FU Berlin studiert. Seit meiner geschäftsführenden Tätigkeit für die Dachmarke Nordsee zwischen 2007 und 2014 bin ich fasziniert von den Fähigkeiten und den Einsatzmöglichkeiten von Storytelling in der Vermarktung. Meine Arbeit bei der Nordsee GmbH führte zu einigen Preisen, unter anderem wurde ich für das Storytelling-Projekt WattWiki mit dem PR-Report-Award 2013 in der Kategorie Corporate Media ausgezeichnet. Besonders interessiert mich wie man Storytelling in der Kommunikation und Produktentwicklung erfolgreich einsetzen kann.

Erfolgreich auf Kundenfang mit einer Markenstrategie in fünf Schritten

Um Dein Business erfolgreich anzukurbeln und permanent weiterzuentwickeln möchte ich Dir eine Marketingstrategie in 5 Schritten beschreiben. Zuerst wirst Du Dir über Deine Ziele im klaren und definierst Deine Zielgruppe, um das Produkt anzupassen. Als permanenten Prozess überprüfst Du anhand von Kennzahlen Deinen Erfolg, um die Strategie immer und immer wieder zu optimieren.

Ziele bestimmen

Was willst Du genau erreichen? Beschreibe deine Ziele präzise und genau. Das heißt für dich, dass du z.B. konkret angibst wie viele Kunden du im Monat gewinnen möchtest oder wie hoch dein Umsatz im Quartal sein soll. Wähle Ziele, bei denen du den Erfolg auch problemlos überprüfen kannst. Ziele dürfen hoch gesteckt sein. Je höher deine Ziele gesteckt sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass du auch in Zwischenschritten bessere Ergebnisse erzielst, als wenn du dir von Anfang an niedrigere Ziele setzt.

 

Definiere die Zielgruppe

Im nächsten Schritt überlegst du dir, wen du ansprechen und erreichen möchtest.  Dein Produkt und Angebot ist so gestaltet, dass es bei einer ganz bestimmten Zielgruppe ein Bedürfnis auslöst. Definiere für dich diese Zielgruppe sehr genau. Je detaillierter du definierst, desto besser wird deine Marketing Strategie später. Versuche deine Zielgruppe auf Schritt und Tritt zu beobachten, zu „verfolgen“ und definiere für deine Zielgruppe eine Persona. Personas sind detaillierte archetypische Beschreibungen von typischen Mitgliedern einer Zielgruppe. Eine Persona ist die Präsentation und Übersetzung von Beobachtungen und allen möglichen Daten, Fakten und Informationen in ein praktisches Format. Hänge Deine Persona mit Foto, Beschreibung der Lebensumstände, Erwartungen an dein Produkt bis hin zu Handlungsweisen als Poster gut sichtbar in dein Büro und lebe mit ihr.

 

Entwickle dein Angebot

Du weißt was du an Produkten und/oder Dienstleistungen anbieten möchtest. Passe das Produkt nun an die Bedürfnisse deiner Zielgruppe (die du nun genau kennst) an. Betrachte dabei auch genau den Markt, analysiere deine Wettbewerbsumfeld und deine Wettbewerber. Was kannst du besser und anders machen als sie, um deine Zielgruppe zu begeistern? Wie kannst du dich von der Konkurrenz absetzen und dein Produkt besonders machen? Wie schaffst du dir ein Alleinstellungsmerkmal?

 

Überprüfe den Erfolg

Messe und analysiere den Erfolg deiner Ziele. Bestimme zum Messen für dich Erfolgsgrößen, wie z.B. bei der Erfolgskontrolle von Online Marketing Kampagnen über Google Analytics, bei der Erfolgsmessung von Pressemitteilungen über den Äquivalenzwert oder bei der Erfolgskontrolle von Umsatzsteigerungen über die Umsatzänderung zum Vorquartal,…)

 

Optimiere deine Strategie

Durch die Erfolgskontrolle hast du die Möglichkeit zu erkennen, ob deine Strategie aufgegangen ist oder nicht, um anschließend die Strategie zu optimieren. Wenn du die Ziele deiner Marketing Strategie nicht gleich erreichst solltest du jedoch Geduld beweisen und nicht gleich die Ziele nach unten zu schrauben oder verändern. Lerne aus deiner Arbeit, pass deine Strategie laufend an und optimiere sie so lange bis du deine Ziele erreicht hast.

 


Ich bin Oliver Melchert und seit Januar 2015 Geschäftsführender Gesellschafter bei BTE Tourismus- und Regionalberatung. Bevor ich mich als gebürtiger Berliner auf die Reise in Norden machte habe ich Betriebswirtschaft an der FU Berlin studiert. Seit meiner geschäftsführenden Tätigkeit für die Dachmarke Nordsee zwischen 2007 und 2014 bin ich fasziniert von den Fähigkeiten und den Einsatzmöglichkeiten von Storytelling in der Vermarktung. Meine Arbeit bei der Nordsee GmbH führte zu einigen Preisen, unter anderem wurde ich für das Storytelling-Projekt WattWiki mit dem PR-Report-Award 2013 in der Kategorie Corporate Media ausgezeichnet. Besonders interessiert mich wie man Storytelling in der Kommunikation und Produktentwicklung erfolgreich einsetzen kann.

TOP 7 schönste Hochzeitsfotos mit Story

Heute möchte ich dir meine absoluten Top 7 der schönsten Hochzeitsbilder zeigen, die mich bei meiner Arbeit als Hochzeitsfotografen begleiten und mich motivieren. Jedes der Fotos steht auch für großartige Fotografen, bei denen sich der Blick unbedingt lohnt.

Diese Fotografen sind für mich eine große Inspirationsquelle für die Hochzeitsfotografie: (von oben nach unten)

  1. Christiano Ostinelli
  2. Steffen (Stilpirat) Böttcher
  3. Roberto Valenzuela
  4. David Burton
  5. Leno Ooi
  6. Salvatore Dimino
  7. Carmen und Ingo

Nähere Informationen über mich und mein Angebot als Hochzeitsfotograf erhältst Du unter: www.heiraten-norden.com

Christiano Ortinelli
Christiano Ostinelli
Steffen Böttcher3
Steffen (Stilpirat) Böttcher
Roberto Valenzuela
Roberto Valenzuela
David Burton
David Burton
Leno Ooi
Leno Ooi
Salvatore Dimino
Salvatore Dimino
Carmen & Ingo
Carmen und Ingo

 


Ich bin Oliver Melchert und seit Januar 2015 Geschäftsführender Gesellschafter bei BTE Tourismus- und Regionalberatung. Bevor ich mich als gebürtiger Berliner auf die Reise in Norden machte habe ich Betriebswirtschaft an der FU Berlin studiert. Seit meiner geschäftsführenden Tätigkeit für die Dachmarke Nordsee zwischen 2007 und 2014 bin ich fasziniert von den Fähigkeiten und den Einsatzmöglichkeiten von Storytelling in der Vermarktung. Meine Arbeit bei der Nordsee GmbH führte zu einigen Preisen, unter anderem wurde ich für das Storytelling-Projekt WattWiki mit dem PR-Report-Award 2013 in der Kategorie Corporate Media ausgezeichnet. Besonders interessiert mich wie man Storytelling in der Kommunikation und Produktentwicklung erfolgreich einsetzen kann.

Buchtipp: Nächstes Großes Ding von Matthew Mockridge

IMG_0161

Das Buch ist ein all-in-one für all die Menschen die ein „Großes Ding“ in ihrem Leben planen.

Von der Ideenfindung bis zur Ideenbewertung

Wie Du besser Ideen entwickelst und mit welchen Tools Du sie findest wird hier echt gut beschrieben. Die Kreativitätstechniken wie Brainstorming, Mindmapping oder 5 Perspektiven sind einfach und interessant erklärt und bieten Halt im Kreativitätsprozess. Wie lässt Du anschließend Deine guten Ideen bewerten, um die „Killer-Idee“ herauszufinden. Matthew beschreibt hierbei z.B. wie Du mit Kritikern umgehen solltest, wie Du Dich mit der Entwicklung einer Persona in potenzielle Kunden hineinversetzt und wie Du ein skalierbares Business aufbaust, das nicht an Deiner Person alleine hängt.

Das Buch zeigt Dir wie Du „Dein Großes Ding“ zum Fliegen bringen kannst und ins „Machen“ kommst.

Umsetzungskraft produzieren

Dieser Moment des Buches hat mir ganz besonders gut gefallen. Hierbei gehts ums große Ganze. Die Umsetzung einer Idee braucht viel Power und Stärke. Und die kannst Du nur haben, wenn  Du im Kopf klar bist, im Körper durch Sport und gesunde Ernährung fit bist und wie Du stetig wachsen kannst.

Oft sind es die einfachen Tipps des Buches, die so wertvoll sind

  • Atme drei mal tief durch klingt einfach und ist wie ich finde in stressigen Situationen unglaublich wirkungsvoll, um wieder präsent zu werden und ins Jetzt zurückzukommen.
  • Versprich wenig, gib viel! Überrasche Deine Kunden indem Du z.B. einen Liefertermin übererfüllst.
  • Tipps, Weisheiten und Zitate Das Buch ist gefüllt mit kleinen hilfreichen Weisheiten, Tipps und Zitaten, die gut und einfach umzusetzen sind und Spaß machen.

Das Buch bekommt durch Matthews Begeisterung und lockere Erzählung eine Leichtigkeit, die sofort Lust macht loszulegen und umzusetzen.

Ich habe dieses Buch im Urlaub verschlungen und auch gleich verschiedene Anregungen in die Tat umgesetzt. Auf dem Weg zu meinem Herzensprojekt hat mich dieses Buch einen bedeutenden Schritt näher gebracht. Danke Matthew!!!

Und hier gelangt ihr zum offiziellen Trailer zum Buch: Das offizielle Video

Schaut auch einfach mal bei Matthew auf der Seite vorbei oder hört Euch seinen wirklich sehr interessanten Business-Podcast an: Matthews Seite

 


Ich bin Oliver Melchert und seit Januar 2015 Geschäftsführender Gesellschafter bei BTE Tourismus- und Regionalberatung. Bevor ich mich als gebürtiger Berliner auf die Reise in Norden machte habe ich Betriebswirtschaft an der FU Berlin studiert. Seit meiner geschäftsführenden Tätigkeit für die Dachmarke Nordsee zwischen 2007 und 2014 bin ich fasziniert von den Fähigkeiten und den Einsatzmöglichkeiten von Storytelling in der Vermarktung. Meine Arbeit bei der Nordsee GmbH führte zu einigen Preisen, unter anderem wurde ich für das Storytelling-Projekt WattWiki mit dem PR-Report-Award 2013 in der Kategorie Corporate Media ausgezeichnet. Besonders interessiert mich wie man Storytelling in der Kommunikation und Produktentwicklung erfolgreich einsetzen kann.

 

 

Meine 5 Lieblings-Tipps für mehr Produktivität

Um im Alltag noch ein bisschen mehr aus der zur Verfügung stehenden Zeit heraus zu kitzeln oder die Produktivität zu steigern haben mir die folgenden 5 Tools sehr geholfen. Ich versuche sie so häufig wie möglich anzuwenden. Klappt nicht immer – aber immer öfter 😉
  1. Eat that Frog-Prinzip: die anspruchsvollste oder schwierigste Aufgabe zu Beginn des Tages meistern und du startest mit ordentlich Elan in den Tag.
  2. Zeitfresser vermeiden (wir verbringen 80% mit Dingen, die uns 20% weiterbringen): entscheidend ist nicht das wir die Aufgaben bewältigen, sondern das wir die richtigen Aufgaben erfüllen.
  3. Mails 2-3 x amTag prüfen und nicht öfter: Jedes Öffnen des Mailprogramms kostet Zeit. Wenn wir pro Tag 15 Minuten Zeit einsparen weil wir unsere Mails nur 2 bis 3 x checken, dann sparen wir über eine Stunde in der Woche zur Erledigung wichtiger Aufgaben.
  4. Arbeiten wie ein Sprinter, Pause machen und Belohnungen einplanen: Um nicht zu schnell zu erschöpfen sollten wir  1 Stunde fokussiert arbeiten und anschließend  15 Minuten Pause einplanen.
  5. Alltag durchplanen – Planung schafft Freiraum für Spontanität: das Joggen gehen nach der Arbeit oder den gemeinsamen Abend zu Zweit fest als Termin in der Wochenplanung vermerken. Das ist verdammt schwierig durchzuhalten, hilft aber verdammt gut auch das was ihr euch privat vornehmt einzuhalten.

Freue mich, wenn ich dich dazu anregen konnte den ein oder anderen Tipp im Alltag anzuwenden. Bis zum nächsten Mal.

Dein Oliver Melchert

 


Ich bin Oliver Melchert und seit Januar 2015 Geschäftsführender Gesellschafter bei BTE Tourismus- und Regionalberatung. Bevor ich mich als gebürtiger Berliner auf die Reise in Norden machte habe ich Betriebswirtschaft an der FU Berlin studiert. Seit meiner geschäftsführenden Tätigkeit für die Dachmarke Nordsee zwischen 2007 und 2014 bin ich fasziniert von den Fähigkeiten und den Einsatzmöglichkeiten von Storytelling in der Vermarktung. Meine Arbeit bei der Nordsee GmbH führte zu einigen Preisen, unter anderem wurde ich für das Storytelling-Projekt WattWiki mit dem PR-Report-Award 2013 in der Kategorie Corporate Media ausgezeichnet. Besonders interessiert mich wie man Storytelling in der Kommunikation und Produktentwicklung erfolgreich einsetzen kann.